Strickjournal

Willkommen in meinem Strickjournal!

Hier schreibe ich über meine Designs, teile hilfreiche Stricktipps und zeige Techniken, die dir beim Stricken deiner Projekte helfen. Du findest Inspiration, Tutorials und Einblicke in die Entstehung meiner Strickanleitungen..

Ultimative Sockenstrick-Tipps

Die richtige Wolle macht den Unterschied

Für langlebige Socken solltest du Sockengarn mit mindestens 20–25 % Polyamid verwenden. Reine Wolle fühlt sich toll an, nutzt sich aber schneller ab. Garne mit höhrerem Polyanteil (50% und mehr Polyamid) können zu Müffelfüßen führen!


Nadelstärke bewusst wählen

Viele schwören auf 2,25–2,5 mm Nadeln für strapazierfähige Socken.

Für Socken mit zweifarbigem Muster (Colorwork) kann die größere Nadelstärke (2,5 oder 3 mm) Probleme mit der Fadenspannung verhindern. Strickst du dagegen Socken mit filigranem Lacemuster, dann wähle lieber eine dünnere Nadel, damit das Muster nicht zu labberig wird.


Nadelspiel oder Rundnadel?

Beim Sockenstricken gibt es nicht die eine perfekte Nadel. Es gibt mehrere Systeme – und jede Strickerin hat irgendwann ihren Favoriten.

Hier sind die drei wichtigsten:


1. Das klassische Nadelspiel oder DPNs (5 Nadeln)

Das ist die traditionelle Methode für Socken. Die Maschen werden auf vier Nadeln verteilt, mit der fünften wird gestrickt.

Vorteile: sehr flexibel bei Ferse und Spitze, ideal für kleine Runden, viele Anleitungen sind dafür geschrieben

Nachteil: Am Anfang wirken fünf Nadeln gleichzeitig etwas unübersichtlich.


2. Rundstricknadel mit Magic Loop

Hier wird mit einer langen Rundstricknadel gestrickt. Die Maschen werden in zwei Hälften geteilt und über eine Schlaufe im Kabel gearbeitet.

Vorteile: weniger Nadeln, die verloren gehen,

perfekt, um zwei Socken gleichzeitig zu stricken.

Nachteil: Man muss sich an das Herausziehen der Schlaufe gewöhnen.

Manche berichten von Problemen mit der Fadenspannung.


3. Mini-Rundstricknadeln (Sockennadeln)

Diese kurzen Rundnadeln sind nur etwa 22–30 cm lang und erlauben es,

einfach Runde für Runde zu stricken.

Vorteile: sehr schnell beim Stricken des Schafts,

kein Wechsel zwischen mehreren Nadeln

Nachteil: Für Ferse und Spitze braucht man meist trotzdem ein Nadelspiel.

Die Handhabung der kleinen Nadeln erfordert etwas Übung.


Material-Tipp für Sockenstricknadeln:

Bambus/Holz: rutschfest – gut für Anfänger, super für Colorwork

Metall: schnelleres Stricken, schönes Maschenbild bei Lacemustern,

da Metallnadeln etwas spitzer sind



Mein persönlicher Rat: Probiere mindestens zwei Nadelsysteme aus.

Ich persönlich stehe immer noch total auf das gute alte Nadelspiel.

Ich habe sehr viele verschiedene, auch in verschiedenen Materialien,

je nachdem, ob ich Lace oder Colorwork stricke.



Neben den richtigen Nadeln gibt es ein paar kleine Helfer,

die beim Sockenstricken unglaublich praktisch sind.


1. Maschenmarkierer: Sie markieren den Rundenanfang oder wichtige Stellen. Gerade bei komplexeren Mustern sparen sie viel Zählen und verhindern Fehler.


2. Nadelmaß: Damit kannst du schnell überprüfen, welche Nadelstärke du gerade benutzt. Praktisch, wenn mehrere Projekte gleichzeitig auf den Nadeln sind.


3. Wollnadel und Schere: Unverzichtbar zum Vernähen der Fäden und zum Schließen der Spitze (z. B. beim Maschenstich).


4. Projektbeutel: Socken sind perfekte Unterwegs-Projekte. Ein hübscher Projektbeutel hält Garn, Nadeln und Anleitung zusammen – egal ob im Zug, im Café oder auf dem Sofa.


Mein persönlicher Tipp:

Mach dir ein kleines „Socken-Kit“ in einem schönen Projektbeutel: mit Garn, Nadeln, Markierern, Wollnadel und Schere. Musst du schnell weg, schnapp dir dein Sockenkit für unterwegs. Dann kannst du jederzeit ein paar Runden stricken.